MITMACHEN-04

Gute Schule bedeutet für mich…

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17 Kommentare zu “MITMACHEN-04

  1. 25. Juli 2019

    Doris Christmann RZI-Leitung für die Stadt und den Landkreis Lüneburg

    …dass der Gedanke der Inklusion „gelebt“ wird, insbesondere in der Haltungsfrage der Lehrkräfte den Schülerinnen und Schülern gegenüber.

  2. 7. Juni 2019

    Marina von Heesen

    Zwei Antworten von Kindern, die ich gefragt habe:
    Gute Schule bedeutet für mich, dass man immer lernen gehen kann oder spielen gehen kann und dass man so spät kommen kann, wie man will.

    Gute Schule bedeutet für mich, dass man lernen kann, wenn man möchte und sonst spielen kann und dass es ein Schlafsofa gibt und verschiedene Räume, z.B. einen Ausruhraum und dass man immer in die Turnhalle gehen kann. Und dass sie später anfängt. Und dass man dann essen kann, wann man Hunger hat und sich Snacks holen kann und beim Mittagessen nicht essen muss, wenn man gerade nicht möchte.

    Meine Antwort:
    Eine gute Schule ist für mich ein freier und begleiteter Raum, um sich selbstbestimmt auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und zu leben;
    ein Raum, in dem die natürliche Wissbegierde und Lern- und Entwicklungsfreude jedes Menschen unterstützt wird;
    ein Raum, der von allen in ihm Lebenden gleichwertig gestaltet werden kann und Möglichkeiten bietet, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen;
    ein Raum, in dem sich Erwachsene und junge Menschen gemeinsam Gedanken über unsere Welt und Gesellschaft und die aktuellen Herausforderungen darin machen;
    ein Raum, in dem alle Gefühle sein dürfen;
    ein Raum, in dem Solidarität, Achtsamkeit und Wertschätzung (auch in Bezug auf Natur und Materielles) vorgelebt wird.
    Konkret brauchen wir dafür in meinen Augen grundlegende strukturelle Veränderungen:
    – eine veränderte Rolle der Schulpolitik, die Rahmenbedingungen schafft und Leitlinien formuliert, doch nicht vorgibt, was, wann, wie und in welchen Stundentafeln zu lernen ist
    – freien Zugang zu allen Schul- und Studienformen unabhängig vom Schulabschluss: Beratung statt Ausschluss
    – Abschaffung von Noten und wertenden Zeugnissen, statt dessen bewertungsfreie Darstellung der Interessen und Neigungen des Absolventen

    Vielen Dank für die Möglichkeit zum Mitmachen!

  3. Nichts an Bildungsgerechtigkeit ist einfach, oder doch?
    Studien finden es heraus und viele bildungsgerechte Schulen (die z.B. gut bei Vergleichsarbeiten abschneiden oder Gesamtschulen mit hohem Anteil von Abiturienten, die mit Hauptschulempfehlung an die Schule kamen) machen vor, dass es funktioniert:

    1) sie arbeiten in Teams (große Einheiten kleiner machen; multiprofessionell)
    2) sie machen gute Elternarbeit (kennen die Lebenswirklichkeit der Kinder und setzen sie in ihrer Arbeit um)
    3) alle Erwachsenen an der Schule (Lehrkräfte, Schulleitungen, päd. MitarbeiterInnen, etc..) machen Weiterbildung, Weiterbildung, Weiterbildung

  4. Ich supporte die Ideen und Einstellung von „Schule im Aufbruch“ ebenfalls. Das ist ein großartiges Konzept.

    Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Paradigmenwechsel und entwickelt sich weg von starren Prozessen und Strukturen hin zu mehr Kollaboration und adaptivem Lernen. Unser Schulsystem muss dringend aufgebrochen werden, um Kinder auf die schnelllebende und sich ständig verändernde Welt vorzubereiten. Reine Wissensvermittlung kann dank der Digitalisierung adaptiv, passend und mit unterschiedlichen Lernmitteln durchgeführt werden. Lehrer können dadurch als Lernbegleiter coachend tätig sein und sich stark auf Methoden- und Sozialkompetenz fokussieren. Kompetenzen die für das Zusammenleben und unsere Zukunft sehr wichtig sind.

    Aktuell ist das Schulsystem viel zu sehr an Schwächen orientiert, statt die Potenziale jedes Einzelnen zu finden und zu fördern. Jede Person kann einen wertvollen Beitrag leisten und macht unsere Gesellschaft wertvoll. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Stärken der Einzelnen heruaszuarbeiten und diese zu fördern, und somit den Selbstwert und die Motivation jeder Person zu steigern.

  5. eine Gemeinschaft zu schaffen, in der jedes Mitglied mit all seinen Besonderheiten dazugehört, in der aufeinander geachtet wird und alle von- und miteinander Lernen. In der Schüler_innen lernen, für ihr Handeln und für die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen und selbstbestimmt ihren Tagesablauf gestalten können.
    Konkret: Keine Verpflichtung zu egal welcher Form von Unterricht, kein Lehrplan, keine Zensuren oder andere Vergleichsmittel. Aber Gremien, in denen sich alle Schulmitglieder gleichermaßen engagieren können, um die Entwicklung der Gemeinschaft mitzugestalten, und Räume für freie Tagesgestaltung.

  6. 21. Februar 2019

    Christian Rosemeyer

    … die Konzepte der Initiative Schule im Aufbruch umzusetzen:
    – Lernbüros statt Klassenzimmer.
    – Zertifikate statt Noten.
    – Fächer wie „Verantwortung“ und „Herausforderung“.
    – Lehrkräfte als Begleiter und Beziehungspfleger statt Stoffvermittler und Feldwebel.
    – Viele Möglichkeiten, eigenen Interessen nachzugehen.
    – Schüler*innen helfen sich gegenseitig.

    Es gibt genügend Beispiele, dass es so funktioniert. Die Konzepte sind bekannt und funktionieren.
    Folge: Alle – Lehrer*innen und Schüler*innen gehen gerne zur Schule. Alle lernen mit Spaß.

  7. Das 5×5 der guten Ganztagsschule (www.ganztaegig-lernen.de/das-5×5-der-guten-ganztagsschule), besonders:
    -ein sozialpädagogisch geprägtes Bildungsverständnis, das von den Stärken des Kindes ausgeht, nicht von Defiziten; mehr professionelle Sozialpädagogik
    -Lehr- und Lernformen, die an die Bedürfnisse der Kinder angepasst sind
    -Beteiligung und Verantwortung auf breiter Basis (multiprofessionelle Teams, Kooperationen, lebendige Gremienarbeit, Netzwerke)
    -Lebensweltorientierung
    -wirksame schulische Qualitätsentwicklung

  8. … Lehrkräfte, die nicht unter dem Druck stehen nach bestimmten Plänen zu unterrichten, die mit den Interessen der Schüler nichts zu tun haben. Mir ist bewusst, dass es Inhalte gibt, die man nicht unbedingt lernen möchte und die man trotzdem als basis benötigt, doch ist vieles in den KC s enthalten, was veraltet ist.
    … Schüler entsprechend ihrer neigungen und Interessen gefördert werden können.
    … das Inhalte wiederholt werden können bis der einzelne Schüler es versatnden hat. Beispiel Das kleine 1×1 sollte sitzen, bevor das große 1×1 gelernt wird. Die Möglichkeit auch in niedriegeren Jahrgängen und höheren Jahrgängen , je nach Kenntnissstand gefördert zu werden halte ich für unabdingbar. Individuell für einzelne Schüler sollte der jeweilige Lernplan gestaltet werden. Für bestimmte Abschlüsse sollten entsprechende Inhalte abgefragt werden und testiert werden und entsprechende Abschlüsse vergeben werden. Egal ob alles in einem Jahr davon erreicht wurde oder nacheinander. Transparenz für Schüler, Lehrer und Eltern. Ähnlich wie bei Studienabschlüssen. ( Die und die Scheine sind Vorraussetzung für ein weiterkommen). Jeder kann nach seinem individuellem Tempo lernen. Was man in diesem Jahr nicht geschafft hat darf man in einem anderen nachholen.

  9. 6. Februar 2019

    Ulrike Weitzenberg

    Gute Schule bedeutet für mich -neben vielem anderen-, dass inklusiv beschulte Kinder eine ausreichende Förderung und Unterstützung erhalten.

  10. 19. Dezember 2018

    Marianne de Vijlder

    dass Lehrkräfte nach allgemeinen Zielen arbeiten, die nicht durch Pamphlete von KC aufgeblasen sind. Lediglich die Ziele des Schuljahres nennen, der Rest ist pädagogischer Spielraum. Bildet gute Lehrkräfte aus, die das (mit Hilfe von Lehrwerken) umsetzen können. Lehren ist etwas Praktisches und am Menschen. Lange Texte helfen da nicht so weiter, wie bisher gemeint wird.

  11. 19. Dezember 2018

    Marianne de Vijlder

    Ohne ständige lange Ferienzeiten ein Wachsen im Kopf und in der Handwerklichkeit zu ermöglichen. Etlichen Kindern schaden lange Ferien. Niemand braucht sie, Familien/Eltern sind überfordert durch die Organisation der Betreuung.

  12. 19. Dezember 2018

    Marianne de Vijlder

    Zeit für Themen. Tageweise Fächer anbieten. In Ruhe arbeiten können. Arbeit in Ruhe üben und nicht Gestresste von Morgen heranziehen.

  13. … Raum und Zeit, um den eigenen Interessen und Spuren des Lebens zu folgen.
    … ein Ringen, um ein sinnerfülltes und nachhaltiges Leben in Gemeinschaft.
    … Bestätigung der Gedanken von Katrin Lippelt.

  14. Dass die Stundenpläne entrümpelt werden sollten, ist eine „uralte“ Forderung. Doch „Abspecken“ fällt schwer. Wie wäre es mit der Überlegung: Wenn es keine Schule gäbe und wir müssten sie heute neu konzipieren, was würden wir unseren Kindern für das Leben vermitteln wollen und müssen, damit sie ihr Leben selbst zu meistern lernen?

    Dazu gehört sicherlich ein großer Teil dessen, der auch heute auf den Lehrplänen steht. Meines Dafürhaltens gehören dazu aber auch die Grundlagen, um im täglichen Leben zurecht zu kommen:
    – Ernährungslehre und hauswirtschaften
    – wirtschaften und Umgang mit Steuern, Behörden etc. (nicht im Detail, aber so, dass die Kinder lernen, was wie zusammenhängt und wo man sich informieren kann)
    – Umgang mit Gesetzen und die damit verbundene Holschuld an Informationen
    – Hintergründe und Zusammenhänge im Bereich Internet / Digitalisierung
    – Selbstreflexion, Werte in der Gemeinschaft, Konfliktmanagement
    Diese Kenntnisse sollten in allen Schulformen vermittelt werden.

    Zu bedenken ist dabei, dass die Kinder aus ihren Elternhäusern sehr verschiedene Vorkenntnisse haben, besonders – aber nicht nur – bei Migrationshintergrund. Daher sollte nichts als bekannt vorausgesetzt werden, weder Kenntnis über ausgewogene Ernährung noch unabdingbare Werte für eine funktionierende Gesellschaft noch Selbstorganisation. Ideal wäre eine Art „Baukastensystem“, das auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingeht. Damit würde vermieden, dass alle Kinder in einer Klasse, unabhängig von ihren Vorkenntnissen, alle das gleiche lernen müssten – Über- und Unterforderung würden minimiert.

  15. 8. November 2018

    Astrid Buchmann-Cattau

    Ein einfacher Vorschlag, der Schülern, Lehrern, Eltern und der Wirtschaft die „Arbeit“ erleichtern würden:
    Ein Verzicht auf rollierende Ferien. Macht es wie die Bayern: Die Ferien liegen an einem festen Termin.
    Vorteile gibt es viele:
    -planbare Schulhalbjahre: Jedes Kind hat die selbe Zeit zum Lernen. Schulveranstaltungen haben ihren festen Termin
    -Lehrer brauchen nicht jedes Jahr neu jonglieren, wie sie in kurzen oder langen Schulhalbjahren den Unterrichtsstoff aufarbeiten
    – ebenso haben Eltern bei der Urlaubs-/Ferienplanung Terminsicherheit
    – Reiseveranstalter/Vermieter haben feste Saisonzeiten
    -Firmen wissen, wann ihre Mitarbeiter Urlaub planen.

    Die Vorteile für die Schule (Schüler/Lehrer) sind die Entscheidenden. Die übrigen Vorteile sind marginal, da durch die lang im Voraus vereinbarten Ferienzeiten durch die KMK wir „Schulexternen“ uns auch mit dem derzeitigen Ferienmodell terminlich darauf einstellen können. Das extra kurze Schulhalbjahr im Schuljahr 2014/15 ist mir als Mutter negativ in Erinnerung. Warum macht man sich intern diesen hausgemachten Stress? Die Kinder gingen mit Defiziten aus dem zu kurzen Schuljahr, die schlecht aufzuholen sind.
    Die Bayern leben seit Jahrzehnten mit festen Ferienterminen und haben dadurch meines Wissens keine Nachteile. Oder sogar Vorteile? Ich schlage vor. dieses Konzept (bundesweit) einzuführen.

  16. – individuelle Förderung und Forderung der Kinder
    – Abholung am individuellen Leistungsstand und Entwicklungsniveau jedes einzelnen Kindes
    – Stärkung des Gemeinschaftsgedankens und nicht Vorbereitung auf eine Ellenbogengesellschaft
    – Vorleben und Förderung von Demokratie und politischer Bildung
    – Sensibilisierung in Fragen Klima, Umwelt und Ressourcen
    – gelebte Teilhabe und Chancengerechtigkeit für alle Kinder, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Geldbeutel

  17. … Potenzialentfaltung
    … Lernfreude
    … achtsam würdigende Begegnung
    … Achtung vor Individualität
    … Bildung für nachhaltige Entwicklung
    … Verwirklichung von ECHTER Inklusion im Sinne einer Schule für alle – frei von Stigmatisierung und von struktureller, institutioneller Diskriminierung
    … Konkrete Erfahrungen umgesetzter Menschen- und Kinderrechte, von Teilhabe und Zugehörigkeit, von Würde und achtungsvoller, gewaltfreier Kommunikation und Strukturen auf allen Ebenen
    … und somit einen wertvollen Beitrag für Demokratie und Frieden mit hohem transformativem Potenzial für unsere Gesellschaft

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