MITMACHEN-10

Mehr Ideen! Mehr Visionen!

Was ich zum Thema „Bildung 2040“ unbedingt noch loswerden muss…

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5 Kommentare zu “MITMACHEN-10

  1. Wenn eine Gesellschaft auf Demokratie fußt, MÜSSEN Schulen demokratisch gestaltet werden. Schüler_innen dürfen mitbestimmen und mitgestalten. Fachlehrpläne jeglicher Art sind wesentlich weniger Wert als der Wert, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

  2. Das Kultusministerium und die Politik brauchen mehr Mut zu tiefgreifenden Veränderungen und Innovation. Schulen dürfen mit ihren individuellen Herausforderungen nicht allein gelassen werden, es muss u.a. flexibler auf Schulausfälle, Lehrermangel, unbesetzte Stellen etc. reagiert werden.
    Es darf sich nicht immer auf Paragrafen und „das wurde schon immer so geregelt“ zurückgezogen werden.
    Die Lehrerausbildung ist ebenfalls grundlegend an die künftigen gesellschaftlichen Herausforderungen anzupassen.
    Auch die Zusammenarbeit mit Kommunen als Schulträger sollte nicht eingleisig sondern im Dialog erfolgen und die Schülerinnen und Schüler sowie Eltern sollten mehr gehört werden (z.B. Einbindung in Planungsprozesse).

  3. Einen wesentlichen Risikofaktor für Bildung 2040, Agenda 2030, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Umsetzung von Inklusion im Sinne der UN-BRK und der Verwirklichung einer WIRKLICH inklusiven Schule sehe ich im Fortbestehen der sonderpädagogischen Strukturen, Diagnosen, Kategorienildungen und der dadurch erzeugten Wirklichkeitskonstruktionen. Das Fortschreiben dieser Strukturen und die daraus resultierenden Paradoxien binden unglaublich viele Ressourcen – nicht nur finanziell.
    Kraft, Aufmerksamkeit und Energie bleiben gebunden in einer Praxis, die weiterhin Separation und Trennung bedeutet, mit demUnterschied, dass (mindestens sprachliche) „Exklusion“ unter der Überschrift „Inklusion“ nun „intern“, also innerhalb der zuständigen Schule verbleibt – wenn überhaupt.
    Die Prozesse verwässern unter neuen Begrifflichkeiten immer mehr, sind schwerer greifbar und werden subtiler.
    Viele Kinder spüren das Unrecht, dem sie ausgesetzt sind, rebellieren und müssen dadurch oft zusätzliches Unrecht ertragen.
    Im Sinne einer nachhaltigen, tiefgreifenden Veränderung wäre es aus meiner Sicht mehr als dringend erforderlich, die sonderpädagogischen Muster und Strukturen zu dekonstruieren, ihre historisch belasteten Entstehungsgeschichte in den Blick zu nehmen und sie vor diesem Hintergrund in Frage zu stellen und zu reflektieren.
    Solange wir daran festhalten, bleibt aus meiner Sicht wertvolles Potenzial in leiderzeugender Weise gebunden.
    Die durch den Sprachgebrauch erzeugten Konstruktionen einer vermeintlich feststellbaren Wirklichkeit oder objektivierbaren Wahrheit von „Bedarfen an sonderpädagogischer Unterstützung“ stellt meiner Meinung und meinem Empfinden nach einen oft folgenschweren Risikofaktor für chancengerechte Entwicklung und Schüler- sowie Lehrergesundheit dar.
    Für Rückfragen und Gedankenaustausch stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

  4. 3. November 2018

    Heike Oberschelp

    5 Waldorfschulen aus Hannover und Umgebung arbeiten zur Zeit an einem Time-Out Jahr für Schüler, die einen Perspektivwechsel brauchen. Gedacht ist dieses Vorhaben vor allem für die Gruppe der unruhige, unkonzentrierten und von Unlust getriebenen und Schule verweigernden Schüler der Mittelstufe. Sie sollen die Möglichkeit bekommen ein Schuljahr auf dem Bauernhof zu arbeiten im Rahmen der Schulzeit um den Stress wegzunehmen, Lebensfreude zu entwickeln und vielleicht Ideale zu verfolgen.
    Heike Oberschelp

    1. Sehr, sehr interessante und innovative und vielverprechend klingende Idee! Wie kann man auf dem Laufenden gehalten werden?

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